Grösse des Schweizer B2B-Markts: STATENT und Handelsregister

Wer die Grösse des Schweizer Markts schätzen will, nimmt oft die Gesamtzahl aus einem öffentlichen Register als Ausgangspunkt. Je nach Quelle sind das rund 632'000 Unternehmen bis über 1.2 Millionen aktive UID-Einheiten. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Gruppen.

Prospex stellt eine engere Frage: Wie viele der 739'919 Einträge im Handelsregister, die weder in Liquidation noch gelöscht sind, verkaufen vorwiegend an andere Unternehmen? Für 448'376 davon haben wir bestimmt, welche Kundengruppen sie bedienen. Gewichtet nach Prioritätsgruppe ergeben zwei Berechnungen Schätzungen von rund 223'000 bzw. 260'000 Unternehmen mit vorwiegend Geschäftskunden.

Die Schätzung umfasst Unternehmen, die vorwiegend Geschäftskunden bedienen. Sie hilft Ihnen, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Wunschkunden auch berücksichtigen, wen diese bedienen. Alle Organisationen, die Produkte und Dienstleistungen für ihren Betrieb kaufen, bilden eine andere, breitere Grundgesamtheit.

Welche Zahlen die Register liefern

Das Schweizer Handelsregister, auf Bundesebene durch Zefix erschlossen, enthielt am 11. August 2026 insgesamt 791'675 Einheiten. Damit lässt sich die Zahl der eingetragenen Einheiten verlässlich bestimmen. Um daraus die Grösse eines Zielmarkts abzuleiten, braucht es weitere Filter. Enthalten sind gelöschte Gesellschaften, Holdingmäntel, Zweigniederlassungen ausländischer Firmen, Einheiten in Liquidation und Einzelunternehmen, die nie geschäftlich tätig waren.

Das UID-Register ist noch breiter: 1'281'879 aktive Einheiten am 5. Dezember 2025 (Bundesamt für Statistik), einschliesslich Einheiten, die nie im Handelsregister standen. Die Statistik der Unternehmensstruktur des BFS (STATENT) zählte 2024 insgesamt 631'801 marktwirtschaftliche Unternehmen. Diese Gesamtzahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Jede Marktschätzung sollte ihre Quelle, ihren Stichtag, ihre Grundgesamtheit und ihre Ausschlüsse benennen. Unser Leitfaden zu Schweizer Unternehmensdatenquellen beschreibt die Einheiten und Angaben, die jedes Register führt.

Die Gesamtzahlen der Register sind öffentlich zugänglich und decken alle jeweils erfassten Einheiten ab. Für eine brauchbare Marktschätzung müssen Sie zusätzlich danach filtern, welche Kundschaft die Unternehmen bedienen und ob Ihr Produkt zu ihnen passt. Auch die Beschäftigtenzahl je Unternehmen gehört in diese Rechnung.

STATENT und Handelsregister: zwei Zählungen

Die STATENT, die Statistik der Unternehmensstruktur des Bundesamts für Statistik, ist die amtliche Zählung der Unternehmen, Arbeitsstätten und Beschäftigten in der Schweiz. Die neueste Ausgabe bildet den Stand vom Dezember 2024 ab und erschien am 20. August 2026. Das BFS veröffentlicht jeden Jahrgang 20 Monate nach dem Referenzmonat. Eine STATENT-Zahl beschreibt deshalb immer die Wirtschaft von vor fast zwei Jahren.

Grundlage sind die Register der AHV-Ausgleichskassen, ergänzt durch das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) des BFS. Ein Unternehmen wird erfasst, sobald es AHV-Beiträge auf einem Jahreseinkommen von mindestens CHF 2'300 abrechnet, als Arbeitgeber oder als Selbstständigerwerbender (Erhebungsseite des BFS). Als Unternehmen gilt eine rechtlich selbstständige Einheit mit eigener Entscheidungsbefugnis, als Arbeitsstätte ein Unternehmen oder ein Teil davon an einem bestimmten Ort. Zu den Beschäftigten zählen auch Selbstständige. Die Vollzeitäquivalente schätzt das BFS mit einem Modell, das vor allem auf AHV-Lohndaten beruht. Die Grössenklassen richten sich nach der Zahl der Beschäftigten: Mikro 1 bis 9, klein 10 bis 49, mittel 50 bis 249, gross ab 250.

STATENT 2024 Schweiz
Institutionelle Einheiten (Unternehmen und öffentliche Verwaltungen)649'353
davon marktwirtschaftliche Unternehmen631'801
Mikroeinheiten (1 bis 9 Beschäftigte), Anteil an allen institutionellen Einheiten579'431 (89.2%)
Arbeitsstätten728'380
Beschäftigte5'681'021
Vollzeitäquivalente4'404'860

Das Handelsregister zählt eingetragene Rechtseinheiten, unabhängig davon, ob sie Löhne zahlen. Die Registerkopie von Prospex enthielt am 26. September 2026 insgesamt 739'919 Einträge, die weder in Liquidation noch gelöscht waren. Im Kantonsvergleich weichen die beiden Zählungen in beide Richtungen voneinander ab.

Kanton STATENT 2024: institutionelle Einheiten Registereinträge, 26. Sept. 2026 Registereinträge pro STATENT-Einheit
Zürich113'101128'8201.14
Bern70'94866'8500.94
Waadt59'24165'8991.11
Genf41'26053'9731.31
Tessin36'47539'2671.08
Zug19'92239'7011.99
Schweiz649'353739'9191.14

Quellen: BFS, STATENT 2024, Tabelle px-x-0602010000_106 (institutionelle Einheiten nach Kanton, alle Wirtschaftsabteilungen). Register: Einträge weder in Liquidation noch gelöscht, nach Sitzkanton.

Warum die Zahlen auseinandergehen

  • Einzelunternehmen unter der Schwelle: Ein Einzelunternehmen muss sich eintragen, sobald es einen Jahresumsatz von CHF 100'000 erreicht (Art. 931 OR). Landwirte und freie Berufe sind davon ausgenommen, solange sie kein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreiben. Die STATENT zählt sie alle, sobald sie AHV-Beiträge entrichten, und 49'115 ihrer Einheiten von 2024 gehören zur Land- und Forstwirtschaft oder Fischerei. Auf Bern entfallen 9'868 davon. Deshalb ist Bern der einzige Kanton in der Tabelle, in dem die STATENT das Register übertrifft.
  • Ruhende Gesellschaften und Mantelfirmen: Eine Gesellschaft, die keine AHV-pflichtigen Löhne zahlt, etwa eine ruhende AG oder eine Holding ohne Personal, bleibt im Register und erscheint nie in der STATENT.
  • Domiziladressen: Firmen mit Sitz bei einem Treuhänder beschäftigen im Kanton oft niemanden. Zug kommt auf fast zwei Registereinträge pro STATENT-Einheit, Genf auf 1.31. Der Leitfaden zu Domiziladressen nennt die betroffenen Adressen.
  • Zweigniederlassungen: Das Register führt 15'044 Einträge schweizerischer Zweigniederlassungen, jede im Kanton eingetragen, in dem sie tätig ist. Die STATENT zählt eine Zweigniederlassung als Arbeitsstätte ihres Unternehmens. Daher kommt sie auf 728'380 Arbeitsstätten bei 649'353 Einheiten.
  • Öffentliche Hand und Vereine: Die STATENT umfasst 4'428 öffentliche Verwaltungen, und ein Verein lässt sich in der Regel nur eintragen, wenn er ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt.
  • Zeitpunkt: Die STATENT zeigt den Dezember 2024, die Registerspalte den September 2026.

Die STATENT liefert Zahlen nach Kanton, Branche (NOGA) und Grössenklasse, aber keine Firmennamen. Das Register liefert Namen, Adressen und Zeichnungsberechtigte, aber weder Branche noch Beschäftigtenzahl. Für eine Marktschätzung brauchen Sie meist beides: die STATENT, um ein Segment zu beziffern, und das Register, um es als Liste aufzubauen. Da das Register keinen NOGA-Code führt, braucht ein Branchenvergleich eine Zuordnung auf der Registerseite. Der Leitfaden zum Zielmarkt rechnet das für Treuhandfirmen (NOGA 69.20) durch.

Jede STATENT-Tabelle lässt sich in STAT-TAB, der interaktiven Datenbank des BFS, als CSV oder Excel exportieren. Diese Seite stützt sich auf die Tabellen px-x-0602010000_106 (Kanton und NOGA-Abteilung), _107 (Grössenklasse), _108 (markt- und nichtmarktwirtschaftliche Einheiten) und _109 (Arbeitsstätten). Auch das Bundesportal opendata.swiss führt Datensätze aus der STATENT, veröffentlicht vom BFS, von Kantonen und Städten.

Registerbestand und historisches Archiv

Prospex speichert aktuelle Registerprofile neben rein historischen SHAB-Datensätzen. Die Gesamtzahl ist daher grösser als das aktuelle Register. Von 1'037'412 Unternehmensdatensätzen haben 800'769 ein Handelsregisterprofil. Diese Zahl liegt rund 1% über dem oben genannten Zefix-Wert vom August. Der Registerbestand ändert sich täglich; unsere Daten werden zu anderen Zeitpunkten aktualisiert.

Die übrigen 236'643 Datensätze haben kein Registerprofil. Fast alle davon (234'213) sind Unternehmen, die nur aus einer Löschungsmeldung im SHAB, dem Schweizerischen Handelsamtsblatt, bekannt sind. Diese Unternehmen wurden aus dem Register gelöscht, bevor wir ihr Registerprofil übernehmen konnten. Aus der Löschungsmeldung speichern wir den Namen und den Kanton.

Prospex übernimmt den Rechtsstatus jedes Profils aus dem Register. Bei 3'162 der 800'769 Profile ist er noch unbekannt:

Status Datensätze mit Registerprofil Anteil
Aktiv736'75792.0%
In Liquidation51'1736.4%
Gelöscht9'6771.2%
Unbekannt3'1620.4%

Die Gesamtzahl von 1'037'412 umfasst auch die SHAB-Löschungen. Dieser Wert beschreibt das Prospex-Archiv. Den aktuellen Registerbestand beschreibt der oben genannte Zefix-Wert von 791'675 Einheiten.

Die Berechnungsgrundlage: 739'919 Einträge

Ohne die Einträge in Liquidation und die gelöschten bleiben 739'919 übrig: 736'757 aktive und 3'162 mit noch unbekanntem Status. Das ist die Registerzahl aus dem STATENT-Abschnitt oben. Von derselben Menge geht auch der Market Builder von Prospex aus, solange Sie seinen Statusfilter nicht ändern.

Die Zahl von 739'919 beruht auf dem, was das Register als aktiv führt. Ein Unternehmen, das seine Tätigkeit eingestellt hat, kann jahrelang eingetragen bleiben, bevor es gelöscht wird. Solche ruhenden Gesellschaften erklären einen Teil der oben beschriebenen Differenz von 90'566 Einträgen zur STATENT. Die tatsächliche Zahl wirtschaftlich aktiver Unternehmen liegt tiefer.

Vom Register zur Einordnung nach Kundschaft

Das Register erfasst juristische Daten wie den Zweckartikel und den Sitz. Es nennt auch die Zeichnungsberechtigten. Prospex ergänzt diese Angaben um eine Einordnung nach Kundengruppen. Dafür nutzen wir den Zweckartikel, die Website des Unternehmens und seine LinkedIn-Seite.

Welche Unternehmen wir eingeordnet haben

Für 448'376 der 739'919 Einträge (60.6%) haben wir erfasst, an wen das Unternehmen verkauft. Jeder dieser Einträge ist einer von vier Kategorien zugeordnet.

  • B2B: Das Unternehmen verkauft vorwiegend an andere Unternehmen.
  • Gemischt: Das Unternehmen verkauft sowohl an Unternehmen als auch an Privatpersonen. Dazu gehören etwa ein Architekturbüro, das für gewerbliche Bauherren und private Eigenheimbesitzer arbeitet, sowie eine Softwarefirma mit Produkten für Unternehmen und für Konsumenten.
  • B2C: Das Unternehmen verkauft vorwiegend an Privatpersonen.
  • Kein Markt: Hierzu zählen Behörden, Stiftungen, Vereine und Holdinggesellschaften zur Vermögensverwaltung. Solche Einheiten kaufen möglicherweise Produkte und Dienstleistungen für ihren Betrieb. Aus Sicht eines B2B-Vertriebs liegen sie ausserhalb des kommerziellen Markts.

Das aktuelle Modell hat im September 2026 davon 433'657 eingeordnet. Es beantwortet zwei Fragen getrennt: Sind Privatpersonen eine nennenswerte Kundengruppe, und sind es Unternehmen oder Institutionen? Aus beiden Antworten ergibt sich eine der vier Kategorien. Lassen die Quellen die Frage offen, vergibt das Modell keine Kategorie. Ein älteres Modell, das nur den Zweckartikel las, lieferte 11'162 Zuordnungen. Für 1'877 Unternehmen in Sektoren mit einheitlicher Kundschaft leiteten wir die Zuordnung aus der Branche ab.

Zusätzlich hat ein separates Modell einen Referenzdatensatz blind eingeordnet, ohne das Ergebnis des ersten Modells zu kennen. Er umfasst 2'333 Zuordnungen zu tätigen Einträgen. Bei 1'680 dieser Unternehmen veröffentlicht Prospex die Referenzzuordnung. Wo beide ein Unternehmen eingeordnet haben, stimmen sie in 414 von 590 Fällen überein (70%). Fast die Hälfte der Abweichungen (87 von 176) betrifft Unternehmen, die der Referenzdatensatz als B2B oder B2C führt und das Modell als gemischt.

Bei der Abgrenzung der Kategorien gibt es Ermessensspielraum. Ein Reinigungsunternehmen, das Büros und Wohnungen reinigt, ist gemischt. Eines, das nur Büros reinigt, ist B2B. Ein Unternehmen, das keine Angaben zu seiner Kundschaft macht, wird anhand seiner Webpräsenz eingestuft, und das Modell liegt bei einem Teil dieser Fälle falsch.

Die Abdeckung folgt dem Prioritätsscore

Prospex weist jedem Unternehmen einen Prioritätsscore zu. Dieser bewertet nach festen Regeln Hinweise auf eine wirtschaftliche Tätigkeit: Rechtsform, bekannte Beschäftigtenzahl, Webpräsenz und jüngste Geschäftsaktivität. Das aktuelle Modell hat alle tätigen Einträge mit einem Score ab 3 bearbeitet. In derselben Menge sucht auch der Market Builder. Unterhalb von 3 stammen die Zuordnungen fast nur aus dem älteren Modell und aus der Branche.

Prioritätsgruppe Tätige Einträge Eingeordnet Abdeckung B2B-Anteil der eingeordneten Unternehmen
10 und höher26'92424'99792.8%49.2%
6 bis 9110'184100'89891.6%39.3%
3 bis 5368'532309'36283.9%27.4%
2 und tiefer234'27913'1195.6%28.1%

In den drei oberen Gruppen sind fast alle Einträge ohne Zuordnung (69'792 von 70'383) Unternehmen, bei denen das Modell die Hinweise als nicht ausreichend beurteilte. Die unterste Gruppe setzt sich anders zusammen: 175'344 ihrer 234'279 Einträge sind Einzelunternehmen, die der Score abwertet, und 203'952 haben keine bekannte Website. Auf diese Gruppe entfallen 32% der tätigen Einträge und 3% der Zuordnungen.

Der ungewichtete Anteil

Ungewichtet liegt der Anteil der B2B-Unternehmen unter den eingeordneten Einträgen bei 31.3%.

Kundschaft Eingeordnete Einträge Anteil an den eingeordneten Einträgen
B2B140'29831.3%
Gemischt (B2B + B2C)176'73939.4%
B2C93'02320.7%
Kein Markt38'3168.5%

31.3% von 739'919 ergibt rund 232'000. Das liegt nahe bei den gewichteten 223'000 weiter unten, weil der B2B-Anteil der untersten Gruppe (28.1%) dem ungewichteten Anteil nahekommt. Die Gewichtung erhöht vor allem den B2C-Anteil: Die unterste Gruppe umfasst 32% der Einträge, aber nur 3% der Zuordnungen, und 38.9% ihrer Zuordnungen lauten auf B2C.

Hochrechnung mit gewichteten Anteilen

Wir gewichten die beobachteten Anteile jeder Gruppe mit der Zahl tätiger Einträge, die diese Gruppe tatsächlich enthält. Der B2B-Anteil von 28.1% in der untersten Gruppe etwa wird auf alle 234'279 Einträge dort angewandt. Die 13'119 eingeordneten Einträge bilden dafür die Grundlage.

Kundschaft Anteil unter den eingeordneten Gewichteter Anteil Geschätzte tätige Einträge
B2B31.3%30.2%~223'000
Gemischt (B2B + B2C)39.4%36.5%~270'000
B2C20.7%26.2%~194'000
Kein Markt8.5%7.2%~53'000

Die Gewichtung aller 448'376 Zuordnungen ergibt rund 223'000 Unternehmen mit vorwiegend Geschäftskunden. Wiederholt man die Berechnung nur mit den 2'333 Referenzzuordnungen, ergibt sich eine B2B-Schätzung von rund 260'000. Die Spanne von 223'000 bis 260'000, also 30% bis 35% der tätigen Einträge, zeigt, wie empfindlich die Schätzung auf die Datengrundlage reagiert. Es handelt sich nicht um ein Konfidenzintervall. Die beiden Berechnungen teilen gemischte und reine Kundschaft unterschiedlich auf, weil das Modell ein Unternehmen eher als gemischt einstuft als der Referenzdatensatz. B2B und gemischt zusammen ergeben in beiden Fällen 493'000 bis 494'000.

Beide Berechnungen setzen voraus, dass Unternehmen mit und ohne Zuordnung innerhalb jeder Prioritätsgruppe eine ähnliche Kundenstruktur haben. In den oberen Gruppen fehlt die Zuordnung dort, wo die Quellen keine Entscheidung zuliessen; diese Unternehmen können sich von den eingeordneten unterscheiden. Die grösste Unsicherheit liegt in der untersten Gruppe, wo 13'119 Zuordnungen für 234'279 Einträge stehen.

Frühere Fassungen dieses Leitfadens nannten rund 104'000 und danach 83'000 bis 96'000. Beide Schätzungen stammen vom August 2026, als erst 228'845 Datensätze den Status «aktiv» trugen und rund 10'000 eine Zuordnung zur Kundschaft hatten.

Was die Zahlen für einen B2B-Anbieter bedeuten

Wenn Sie gezielt Anbieter suchen, die vorwiegend an andere Unternehmen verkaufen, ergibt die gewichtete Schätzung eine Ausgangsmenge von rund 223'000 bis 260'000 Einträgen. Schliesst man Unternehmen mit gemischter Kundschaft (Geschäfts- und Privatkunden) ein, erhöht sich diese Zahl auf etwa 493'000 bis 494'000.

Im Market Builder entfernt ein Filter nach Kundengruppe die Unternehmen, die einer anderen Kundengruppe zugeordnet sind, und behält jene ohne Zuordnung. Von den 505'640 Einträgen mit einem Score ab 3 sind 136'610 als B2B und 172'882 als gemischt eingeordnet, 70'383 haben keine Zuordnung.

Um den gesamten adressierbaren Markt (TAM) für Ihr Produkt abzuschätzen, grenzen Sie die Unternehmen zusätzlich nach Branche, Beschäftigtenzahl und Standort ein. Prüfen Sie auch, ob sie einen konkreten Bedarf an Ihrem Produkt haben. Dazu können ebenso Unternehmen gehören, die Privatkunden bedienen.

Nach Unternehmensgrösse eingrenzen

Die STATENT 2024 zählt 69'922 Einheiten mit zehn oder mehr Beschäftigten und 13'333 mit fünfzig oder mehr (Tabelle px-x-0602010000_107). Gemessen an den 739'919 Registereinträgen sind das 9.4% und 1.8%. Hätten die Unternehmen mit vorwiegend Geschäftskunden dieselben Anteile, würden rund 21'000 bis 25'000 mindestens zehn Beschäftigte haben. Das ist ein grobes Szenario.

Ausgangsmenge Mit Filter nach Kundengruppe Falls 9.4% 10+ Beschäftigte haben Falls 1.8% 50+ Beschäftigte haben
739'919 tätig ~223'000–260'000 B2B ~21'000–25'000 ~4'000–4'700
739'919 tätig ~493'000–494'000 B2B + gemischt ~47'000 ~8'900

Die Grössenverteilung innerhalb der B2B-Unternehmen weicht vermutlich vom Durchschnitt des Registers ab. Der B2B-Anteil steigt mit dem Prioritätsscore, und der Score belohnt eine bekannte Beschäftigtenzahl; Unternehmen mit Geschäftskunden sind also möglicherweise grösser als der Durchschnitt. Die Beschäftigtenzahl je Unternehmen wird in der Schweiz nicht veröffentlicht. Unser Leitfaden zur Grösse eines Schweizer Zielmarkts rechnet dasselbe für ein einzelnes Segment durch.

Wie Prospex damit umgeht

Prospex ermöglicht es, Schweizer Unternehmen nach der Kundschaft zu filtern, die sie bedienen: B2B, gemischt, B2C oder kein kommerzieller Markt. Das hilft Ihnen, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Wunschkunden auch berücksichtigen, wen diese bedienen. Kombinieren Sie diesen Filter mit Branche, Unternehmensgrösse und weiteren Eignungskriterien, um Ihren Zielmarkt einzugrenzen.

Die Zuordnungen decken 86% der Einträge mit einem Score ab 3 ab und 5.6% der Einträge mit tieferem Score. Die Zuordnung erfolgt automatisch und kann bei einzelnen Unternehmen falsch sein. Jedes Profil verweist auf die Quellen, aus denen es erstellt wurde, damit Sie die Angaben selbst prüfen können.

Erstellen Sie einen Beispielmarkt und filtern Sie nach Kundengruppe und den weiteren Kriterien Ihres Wunschkundenprofils.

Geschrieben von

Semion Sidorenko

Semion Sidorenko ist Gründer und CEO von Prospex. Von Data Engineering bis zur Machine-Learning-Forschung hat er fünfzehn Jahre damit verbracht, Unternehmen beim Ausbau ihrer Datenplattformen zu helfen. Vor der Gründung von Prospex arbeitete er als Machine-Learning-Ingenieur an der EPFL und als unabhängiger Data Engineering Consultant für Schweizer Unternehmen.

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